DIY Gutscheinverpackung selber basteln – einfache Tasche aus Kraftkarton

Kennst du das?

Ich sitze wiedermal am Wohnzimmertisch, habe eine grobe Idee – aber ehrlich gesagt noch keinen richtigen Plan, wie ich überhaupt starten soll. Also beginne ich einfach.

Und ganz ehrlich? Wenn’s nichts wird, beginne ich halt nochmals. Das gehört doch irgendwie auch dazu. Oft merkt man beim Basteln ziemlich schnell, wie man ans Ziel kommt.

Dieses Mal ist daraus eine einfache Geschenk- oder Gutscheintasche entstanden. Perfekt, wenn du einen Einkaufsgutschein, Geld oder eine kleine Überraschung kreativ verschenken möchtest.

Das Beste daran? Du kannst die Grösse ganz einfach selbst bestimmen.

Materialliste

Für diese DIY-Tasche brauchst du:

  • Weissleim
  • Teppichklebeband oder doppelseitiges Klebeband
  • Seil
  • Schere
  • Lochzange
  • Bleistift
  • Metallmassstab
  • Cutter
  • Klettverschluss
  • Musterbeutelklammern (wer auch immer auf diesen Namen kam 😆)
  • Radiergummi
  • Falzbein
  • Kraftkarton (am besten A4, 1 bis 2 Stück)
  • Optional: Schlüsselring

Schritt 1: Grundform vorbereiten

Hier könnt ihr die Grösse ganz einfach selbst bestimmen.

Ich habe mein A4-Blatt längs verwendet und folgende Masse genommen:

  • 12 cm abmessen → Linie ziehen
  • Danach 4,5 cm → Linie ziehen
  • Danach nochmals 12 cm abmessen

Nun schneidet ihr eure Grundform zuerst aus.

Natürlich könnt ihr eure Tasche auch kleiner machen. Achtet einfach darauf, dass euer Gutschein oder Geschenk später gut hineinpasst.

Anschliessend falzt ihr die eingezeichneten Linien sauber mit dem Falzbein.

Schritt 2: Seitenteile vorbereiten

Jetzt braucht ihr die Seitenteile der Tasche.

Wenn ihr – wie ich – 12 cm Höhe habt, nehmt ihr:

Länge: 13 cm
→ nach 1 cm eine Linie einzeichnen

Breite: 6 cm
→ erste Linie nach 1 cm
→ zweite Linie nach 5,5 cm
→ dritte Linie nach 6,5 cm

So entstehen auf drei Seiten jeweils 1 cm Klebeflächen.

Oben bleiben kleine Vierecke stehen – diese könnt ihr wegschneiden. Danach schneidet ihr die Seitenteile aus.

Davon braucht ihr zwei Stück.

Auch hier falzt ihr wieder alle eingezeichneten Linien.

Zusätzlich falzt ihr in der Mitte von der geraden Kante nach unten ca. 10 cm und faltet diese leicht nach aussen. Dadurch entsteht später die schöne Falte in der Tasche auf der Seite.

Schritt 3: Seitenteile befestigen

Nun klebt ihr die 1-cm-Flächen mit Teppichklebeband oder doppelseitigem Klebeband ab.

Anschliessend klebt ihr die Seitenteile sorgfältig auf die Tasche – aber nicht ganz bündig.

Lasst ungefähr 2 mm Abstand zum Rand, so wie auf den Fotos.

Schritt 4: Laschen vorbereiten

Nun könnt ihr die kleinen Laschen zuschneiden.

Ich habe ungefähr 8 Stück gemacht:

Breite: 1.5 cm
Länge: 4.5 cm

Natürlich könnt ihr auch mehr machen, wenn euch das besser gefällt.

Danach stanzt ihr die Laschen oben und unten mit der Lochzange.

Schritt 5: Löcher in die Tasche machen

Nun macht ihr die Löcher in euren Taschenrohbau – so, wie ihr die Laschen später befestigen möchtet.

Hier gibt es kein richtig oder falsch. Macht es einfach so, wie es euch optisch am besten gefällt.

Schritt 6: Hänkel zuschneiden

Jetzt fehlen noch die Griffe.

Schneidet euch zwei Hänkel zu:

  • Breite: ca. 1.5 cm
  • Länge: dürft ihr selbst bestimmen – je nachdem, was euch gefällt

Auch hier braucht ihr jeweils zwei Löcher.

Schritt 7: Tasche zusammensetzen

Jetzt kommt der schönste Teil 😊

Befestigt nun die Laschen mit den Musterbeutelklammern – zuerst am Rand der Tasche, danach in der Mitte.

Auf der Innenseite könnt ihr die Griffe direkt an den mittleren Laschen mit den Musterbeutelklammern befestigen.

Anschliessend zieht ihr ein Seil durch eure Laschen, bis es so aussieht wie auf dem Foto.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr das Seil vorne mit einem Schlüsselring zusammenführen – das wirkt fast wie ein dekorativer Knoten.

Ein kleiner Tipp:
Bestreicht die Enden des Seils mit etwas Weissleim, damit sie nicht ausfransen.

Damit die Tasche nicht ständig aufgeht, könnt ihr oben innen mittig noch einen kleinen Klettverschluss anbringen.

Und fertig ist eure DIY-Tasche 😊

Mein Fazit

Ich mag solche Projekte besonders, weil man sie ganz einfach anpassen kann – grösser, kleiner, schlicht oder verspielt.

Und ganz ehrlich: Manchmal entstehen die besten Ideen genau dann, wenn man eigentlich noch gar keinen richtigen Plan hat und einfach mal beginnt 😊

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